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Ihr erinnert euch vielleicht noch daran, wie begeistert ich von den Mänteln und Kleidern von Tatjana Prijmak beim Munich Pressday war? Da wollte ich mir ihr Fashion Week Berlin Debüt mit ihrer Spring/Summer 2014 Kollektion natürlich nicht entgehen lassen. Wie bereits in der Herbst-/Winterkollektion 2013 haben es mir auch diesmal vor allem die süßen Mäntel angetan – aus seidigen, fließenden Materialien sind sie perfekt für einen frischen Frühlingstag. Wundervoll fand ich auch die gerüschten Kleider und die zahlreichen Details, welche jedes einzelne Kleidungsstück aufhübschen. Dabei bedient sich die Designerin Tatjana Prijmak bei warmen Erdtönen und einem sonnigen Gelb, die mich sofort in den Sommer eintauchen lassen. Gut, das ist momentan auch glücklicherweise bei einem schlichten Blick aus dem Fenster möglich, aber Tatjana Prijmaks Kollektion setzt meinen Sommergefühlen noch ein kleines Sahnehäubchen auf.

Dass Mode Spaß machen soll, ist für mich eigentlich Grundvoraussetzung. Nur leider geht es ab und an ein bisschen zu ernst zu in der Modewelt. Allerdings nicht, wenn es nach Designer-for-tomorrow 2011 Gewinnerin Alexandra Kiesel geht! Düster dreinblickende Models? Fehlanzeige! Durchgeplante Runwayshow? Nope. Stattdessen gab boten lustige Rollwagen eine skurrile Deko, vor der sich die Models so richtig austoben durften. Mit Lollies in der Hand, zuckersüßen Löckchen und kunterbunten Kleidern von Kopf bis Fuß tanzten und sprangen sie herum. Natürlich nicht auf dem Runway, sondern im Fashion Week Studio. Wieder einmal der Beweis dafür, dass diese Präsentationsmöglichkeit viel mehr Raum für Kreativität bietet: Ich war schon bei meinem ersten Fashion Week Berlin Besuch ein großer Fan davon.

Huch? Dachte ich nach den ersten paar Looks der Rebekka Ruétz Show und warf vorsichtshalber noch einmal einen Blick auf die Einladung. Ja, ich saß tatsächlich in der richtigen Show. Ich hatte allerdings zwei Sekunden vor Eintreffen des ersten Models noch das Bild der letzten Sommerkollektion im Kopf: Ein wahrer Mädchentraum aus weiß und gelb, süß, sommerlich, verträumt… Aus meinem Traum wurde ich dann aber doch schnell herausgerissen, denn diesmal hat sich die Designerin etwas ganz anderes einfallen lassen. Statt gelben Stoffen bringen uns metallische Fasern und allerlei andere schimmernde Elemente den Glanz der Sonne ins Haus. So nämlich der – auf den zweiten Blick überaus treffende – Name der Kollektion. Splendor Solis, für die Lateiner unter euch.

Die erste Show, die ich auf der diesmaligen Fashion Week in Berlin gesehen habe, war nicht etwa die offizielle Eröffnungsshow von Hien Le – nein, meine erste Show fand bereits am Montagabend statt. Denn Alice Huynh, die einigen von euch vielleicht durch ihren Modeblog iHeartAlice bekannt ist, ist auf dem besten Wege eine erfolgreiche Modedesignerin zu werden. Dank Online-Voting ergatterte sie die Chance, ihre Kollektion im Starbucks-Café am Sony Center präsentieren zu dürfen. Schwarz, schwarz und nochmals schwarz war die Farbe des Abends: Jedes einzelne Kollektionsteil erstrahlte in der Nicht-Farbe. Passenderweise habe ich die Fotos auch in Schwarz-Weiß hochgeladen. Dabei gilt für die Mode dasselbe wie für die Fotografie: Monochromie bedeutet keineswegs Langeweile, denn die Kleidungsstücke punkteten umso mehr durch verschiedenste Strukturen und Materialien. Chapeau, Alice! Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass deine Mode noch mehr Begeisterung anzieht und man deine Kollektionen bald öfter auf der Fashion Week zu sehen bekommt!
PS: Habt ihr die GNTM-Kandidatin Maike erkannt? ;)

Bevor ich mich daran setze, in Ruhe weitere Posts über die neuen Kollektionen zu verfassen, vertröste ich euch bis dahin mit einem kleinen Outfit Post vom ersten Tag. Diesmal habe ich es trotz der ganzen Foto-Hektik wirklich geschafft, jedes meiner Outfits abzulichten! Ich scheine ja doch noch eine gute Klischee-Modebloggerin zu werden. In den letzten Saisons hatte ich das immer vernachlässigt, aber irgendwie gehört’s ja doch dazu. Diesen Look kennt ihr ja bereits von meinem Interview mit Chiara Ferragni. Für mich muss ein Fashion Week Outfit zwar top aussehen, aber auch bequem sein, denn einen 10-Stunden Arbeitstag überlebt man nicht in unbequemen Schuhen… Was auch der Grund dafür war, dass ich die hübschen, fußtötenden Céline Sandälchen sofort nach der Bread and Butter gegen flache Sandalen getauscht habe. Da ich ja auch als Fotografin arbeite, hätte es mich mit High Heels letztendlich sowieso von meiner Fotoleiter runtergehauen, von daher waren die flachen Schuhe immer griffbereit. Viele viele Posts mehr gibt’s dann, sobald ich meine Bachelorarbeit abgegeben habe – bis dahin schaffe ich es nicht, ein paar Stunden in einen ausführlichen Post zu investieren. ;)
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