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Japan #7: Ausflug von Kyoto nach Nara

Während unseres Aufenthalts in Kyoto (Teil 1 & Teil 2 zum Nachlesen) planten wir auch einen Ausflug nach Nara.

Nara war von 710 bis 784 die Hauptstadt Japans. Auch heute ist Nara eine große Stadt, die von Osaka und Kyoto aus prima mit dem Zug erreichbar ist. Die Strecke ist von Kyoto aus wirklich nur ein Katzensprung. Die Fahrt konnten wir über unseren Railpass machen. Einzig die etwas abgelegene Lage unseres Hotels im Norden Kyotos machte den Ausflug etwas länger für uns.

Tagesausflug von Kyoto aus: Der Nara Park

Versteht mich nicht falsch: Ganz Nara wird man sich sicherlich nicht an einem Tag anschauen können. Wie für viele andere Touristen auch war unser Ziel der Nara-Park. Dort findet man nicht nur die berühmten freilaufenden Hirsche, sondern auch zwei Tempel (Tōdai-ji und Kōfuku-ji) und der Schrein Kasuga-Taisha.

Wir haben uns bei unserem Aufenthalt auf den Besuch von Tōdai-ji beschränkt. Man darf auf keinen Fall unterschätzen, wie weitläufig die ganzen Anlagen sind.

Besuch des Tōdai-ji Tempels in Nara mit der großen Buddha Statue

Schon allein das große Eingangstor zum Tempelgelände ist beeindruckend. Es wird von zwei etwa 8 Meter hohen Wächterstatuen bewacht, die im Inneren des Tordurchgangs stehen.

Betritt man dann die große aus Holz errichtete Tempelhalle, sieht man sich mit mehreren Superlativen konfrontiert. Die Halle allein schon darf sich größte nur aus Holz gebautes Gebäude der Welt nennen. Darin steht eine 15 Meter hohe Bronzestatue des Buddha.

Die Figur ist übrigens aus Bronze gegossen (also nicht innen hohl) und wiegt daher stattliche 452 Tonnen. Das macht sie zugleich zur größten Buddhastatue aus Bronze weltweit. Auch wenn wir auf dieser Reise bereits einige Tempel besichtigt hatten, fand ich diesen hier doch außergewöhnlich beeindruckend.

Beeindruckende Aussicht über Nara von der Nigatsu-dō Halle

Zur Anlage des Tōdai-ji Tempels zählt auch eine weitere Halle, die aber ein wenig abseits erbaut wurde. Man gelangt zu ihr, in dem man einen hübschen Waldweg durch den Nara Park entlang läuft.

Ein paar Treppen führen schließlich zum Nebenteil des Tempels, der Nigatsu-dō heißt. Von dort hat man eine atemberaubende Aussicht über Nara.

Als wir oben ankamen, waren kaum andere Besucher dort. Wir hörten aus dem Inneren eines Gebäudeteils Mönchsgesang dringen, während sich die Laternen sanft im Wind schaukelten. Ein echter Gänsehaut-Moment.

Etwas reizüberflutet machten wir uns an dieser Stelle bereits wieder auf den Rückweg, schlenderten noch gemütlich ein wenig durch den Nara Park.

Wir beobachteten die letzten herabfallenden Kirschblüten, die vom Wind umhergewirbelt wurden, begegneten hier und da jungen Hirschen, und gönnten uns zum Abschluss noch ein Matcha-Eis (wird hier an jeder Ecke verkauft). Ein wunderschöner Ausflug, den ich sehr empfehlen kann!

Ein paar Worte noch zu den Hirschen: Am Straßenrand werden überall Hirschcracker verkauft. Die Hirsche laufen einem dann sofort nach, das Zeug muss für die Tiere wirklich unglaublich schmackhaft riechen (wir haben es nicht ausprobiert, die Hirsche damit zu füttern). Aber auch ohne den Kauf dieser Cracker setzt sich einfach mal ein Hirsch neben einen, wenn man ein kleines Päuschen einlegt. Dieses Exemplar sah äußerst tiefenentspannt aus, daher haben wir es gewagt, es zu streicheln. Generell sollte man sich aber bewusst machen, dass es sich um wilde Tiere handelt.

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