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Fuerteventura #6: Mit dem Boot zur Isla de Lobos

Schon die ganzen letzten Tage hatte uns eine kleine Insel unweit von der Küste bei Corralejo entgegengestrahlt: Lobos.

Die Isla de Lobos ist unbewohnt und liegt zwischen Fuerteventura und Lanzarote. Zwar steht sie unter Naturschutz, aber man kann sie besichtigen. Hin kommt man bequem mit einem Boot. Die Anbieter von Touren zur Insel sind kaum zählbar, das Angebot an sich unterscheidet sich aber kaum. Letztendlich wird man in ein für ca. 20 Personen ausgelegtes RIB (zu Deutsch Festrumpfschlauchboot) verfrachtet und dann ab Corralejo binnen einer geschätzten halben Stunde hinüber geschippert.

Die Fahrt an sich ist spaßig. Sobald wir aus dem Hafen Corralejos ausgefahren waren, gab unser Bootsführer kräftig Gas. Hin und wieder bekam man mit etwas Glück ein paar Tröpfchen Wasser ab. Um die Mittagszeit äußerst erfrischend!

Unser Startpunkt: Die Anlegestelle El Puertito

Als wir langsamer wurden, wunderte ich mich zuerst: Waren wir etwa schon da? Die kleine Anlegestelle ist zwischen den im helltürkisfarbenen Wasser aufragenden Felsen kaum zu sehen. Wir stiegen am „El Puertito“ aus und begannen unseren Rundweg. Unser Boot für die Rückfahrt hatten wir so gebucht, dass wir vier Stunden Zeit auf Lobos haben würden.

Zuerst kamen wir am Playa de La Calera vorbei. In der Nähe findet man ein paar Zeitzeugen, die vom früheren Leben auf der Insel berichten. Etwa Metallskulpturen von Mönchsrobben, die bereits im 15. Jahrhundert auf den Kanaren ausstarben. Sie sind für die Namensgebung der Insel verantwortlich, denn auf Deutsch übersetzt heißt sie „Insel der Robben“.

Hier blieben wir nicht lange, denn unsere weiteren Ziele waren der Montaña La Caldera sowie der Faro Martiño, der sich von unserem Standpunkt aus genau am gegenüberliegenden Ende der Insel befand. Um zu ihm zu wandern, braucht man etwa eine Stunde in beide Richtungen – das heißt, eine Umrundung der Insel ist in zwei Stunden möglich.

Montaña La Caldera und Faro Martiño

Der Weg auf den Montaña La Caldera ist sehr einfach möglich. Auf jeden Fall sollte man aber vernünftige Schuhe (Sportschuhe reichen aus) und genug zu Trinken dabei haben. Im Gegensatz zum Calderon Hondo wurde es hier über die Mittagszeit ganz schön heiß.

Oben angekommen, wird man mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Natürlich sieht man Fuerteventura und auch Lanzarote lässt sich erspähen. Außerdem hat man von hier oben die gesamte Insel Lobos im Blick: Schließlich ist dies der höchste Punkt der Insel (127m).

Nach einer kleinen Pause legten wir das restliche Stück zum Leuchtturm im Norden der Insel zurück.

Erbaut wurde er 1863, bis heute ist er in Betrieb. Einen Leuchtturmwärter gibt es heute nicht mehr, schließlich leuchtet der Turm in der Nacht vollkommen automatisch Schiffen den Weg.

Der restliche Teil unseres Rundwegs zog sich durch die Lagunitas, kleine Lagunen, sowie Salzwiesen mit nur hier vorkommenden Pflanzen. Salzkrusten, die vom salzhaltigen Boden zeugen, finden sich auch hier und da am Wegesrand.

Bis zur Abfahrt unseres Schiffes hatten wir noch etwas Zeit. Wir beobachteten Fischer, die Angelschnüre im seichten Wasser ausgelegt hatten und nun dabei waren, ihren Fang auszunehmen und zuzubereiten.

Mittlerweile waren auch wir hungrig, daher gönnten wir uns eine Runde leckere Tapas direkt nach unserer Rückkehr im Hafen von Corralejo.

Ein toller Ausflug, den ich jedem Fuerteventura-Urlauber empfehlen kann.

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2 comments on “Fuerteventura #6: Mit dem Boot zur Isla de Lobos

  1. Hanna says:

    Liebe Conny,

    die Insel sieht ja herrlich einsam aus. Tolle Buchten mit glasklarem Wasser. Mir gefällt der Kontrast aus den felsigen Hügeln und der Traumstrand-Kulisse <3

    Viele Grüße,
    Hanna von HoseOnline.de

  2. Liebe Hanna,

    da hast du Recht, die kleine Insel ist wirklich ein Traum!

    Viele Grüße, Conny