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Gardasee #1: Sightseeing und Shoppen im Süden

Mitten im Juli an den Gardasee zu fahren, ist eigentlich keine so gute Idee. In den Sommerferien ist man dort – vorsichtig ausgedrückt – nicht unbedingt allein. Falls ihr es doch wagen wollt, rate ich dazu, nicht in einen der Orte direkt am See nach einem Hotel zu suchen. Lieber eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer etwas weiter vom See entfernt. Am besten sucht man sich eine Anlage mit Pool, sodass man sich nicht mit hunderten anderen um ein schattiges Fleckchen am See streiten muss.

Denn: Der Gardasee selbst mag im Sommer leicht überbevölkert sein, aber die Orte rundherum sind meist nicht so touristisch und versprühen den schönen Charme eines kleinen italienischen Dörfchens. Genau so haben Vicky, Irina und ich es gemacht. Wir kamen (privat, daher kann ich hier keine konkrete Empfehlung an euch abgeben) im Ort Cavaion Veronese unter.

Der Ort liegt im Südwesten des Lago di Garda und eignet sich gut, um den See und andere bekanntere Orte zu erreichen, wie zum Beispiel Bardolino. Theoretisch kann man auch zu Fuß hinlaufen, muss dann aber schon mit einem einstündigen Fußmarsch rechnen.

Sightseeing am Gardasee – kleine Orte im Süden des Lago di Garda

Wir haben uns in der knappen Woche dazu entschieden, vormittags ein seichtes Sightseeing Programm zu machen, in den heißen Mittags- und Nachmittagsstunden am Pool zu entspannen und abends dann nochmals loszuziehen um zu Essen, zu Trinken, ein wenig Shopping zu betreiben oder in einem der beliebten Orte am See spazieren zu geben.

Albisano

Albisano befindet sich oberhalb von Torri del Benaco. Das Örtchen ist vermutlich gar nicht unbedingt der Rede Wert, bietet aber eine wunderbare Aussicht auf den Gardasee. Von hier oben mag man gar nicht glauben, was unten an den Ufern für ein Trubel herrscht.

Torri del Benaco

Torri del Benaco ist demnach unterhalb von Albisano gelegen. Direkt am Ufer des Sees kann man an der Uferpromenade entlang schlendern. Dabei passiert man eine kleine Hafenbucht mit Fischerbooten und gelangt zu einer Scaligerburg aus dem 14. Jahrhundert.

Der Ort ist wirklich nett anzuschauen, hat süße kleine Gässchen und das ein oder andere nette Lokal. Man sollte aber wirklich die Gelegenheit nutzen, zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Ortes zu kommen.

Bardolino

Nach Bardolino verschlug es uns erst abends, und da wir schon gegessen hatten, waren wir noch nicht mal auf der Suche nach einem Restaurant. Der Ort ist am Abend gut mit Touristen gefüllt, aber das hat uns gar nicht gestört. So sind die Straßen und Bars sehr belebt, auf der ein oder anderen Piazza wird Musik gespielt. Wir konnten uns kaum für eine der gefühlt dreihundert Eisdielen entscheiden, die vermutlich alle gleich gutes Eis haben.

Bardolino eignet sich auch wunderbar, um an der Uferpromenade entlang zu laufen und den Sonnenuntergang anzuschauen. Wirklich traumhaft! Wer auf der Suche nach etwas Essbarem ist, wird hier sicherlich auch fündig. Da die Geschäfte alle Mittags für ein paar Stunden schließen, kann man dafür am späten Abend noch ein wenig bummeln.

Cavaion Veronese

Da der Ort eine lange Geschichte hat (laut Wikipedia war er bereits in der Steinzeit besiedelt!), finden sich in Cavaion überall sehr alte Straßen, Mauern und Häuser. Viele Häuser wurden immer mal wieder renoviert, aber man sieht ihnen an, dass sie teilweise eine sehr lange Vergangenheit haben. Das macht das Besichtigen durchaus interessant.

Der Ort ist an einem Hügel gebaut, das heißt, man läuft auf mit der Zeit glatt geschmirgeltem, alten Kopfsteinpflaster bergauf und bergab. Das sollte man bei der Schuhwahl vielleicht berücksichtigen. 😉

Zu sehen gibt es nebst der ganzen alten Gassen einen Dom San Giovanni Battista. Dort gegenüber findet sich ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen ganz guten Blick über das Örtchen hat.

Peschiera

In Peschiera waren wir abends, genau wie in Bardolino. Peschiera ist deutlich kleiner, hat aber viel mehr Einwohner als Bardolino. Demnach fühlt es sich schon ein wenig gequetscht an, wenn man durch Gassen mit den bunten Cafés und Geschäften schlendert.

In diesem Ort fließt der Mincio aus dem Gardasee hinaus. Ansonsten hat der Ort einige alte Festungsanlagen zu bieten, die tagsüber sicherlich interessant zu besichtigen sind. Da wir abends unterwegs waren, beschränkten wir uns auf den Kauf eines leckeren Eis und ließen es damit gut sein.

Eigentlich hatten wir den Tipp bekommen, dass Peschiera kein sehr touristischer Ort ist. Für mich fühlte es sich aber ähnlich an wie in Bardolino – zumindest abends, tagsüber mag es ganz anders zugehen.

Bussolengo

Nach Bussolengo zog es uns wegen des Wochenmarkts. Dieser ist hier relativ groß und man braucht sicher ein, zwei Stunden, wenn man in Ruhe bummeln möchte. Als großer Wochenmarkt-Fan kam ich hier voll und ganz auf meine Kosten. Ich fand den Markt sehr authentisch, auch viele Einheimische gehen hier einkaufen.

Verona

Verona sollte man sich unbedingt anschauen! Vom Gardasee aus ist es nur ein Katzensprung, egal von wo man kommt. Dazu schreibe ich aber noch einen extra Post.

Und ganz unbedingt sollte man alle sich bietenden Möglichkeiten nutzen, die ganzen leckeren Dinge zu essen: Schinken, Käse, hausgemachtes Eis, Pizza, Pasta, Meeresfrüchte (Miesmuscheln in Tomatensauche – mmh!), einen guten italienischen Wein, frisches Brot und Gebäck zum Frühstück, italienische Croissants, Espresso, Caprese, Vitello Tonnato, Carpaccio, Oliven, …

Shopping in Italien

Italienischer Wochenmarkt

Egal ob frisches Obst, Käse, Mitbringsel, Kleidung oder panierte Krabbenfleisch-Spießchen (mein Favorit auf dem Wochenmarkt): auf einem italienischen Wochenmarkt muss man mal gewesen sein. Als Kind habe ich oft Kleidung für’s neue Schuljahr gekauft (das pünktlich nach dem Sommerurlaub startete). Ansonsten findet man auf einem guten, großen Wochenmarkt so ziemlich alles.

Ich liebe es.

Man braucht gar nichts kaufen, einfach bloß drüber schlendern macht mindestens genauso viel Spaß. Das einzige, was man an Italienisch-Kenntnissen mitbringen sollte: „Quanto costa“ (wie viel kostet das) und „Questo“ (das da). Damit kommt man gut durch. 😉

Intimissimi-Outlet

Die zweite Sache, die man shoppen sollte, wenn man am Gardasee unterwegs ist: Wäsche. In Avio gibt es nämlich ein Intimissimi/Calzedonia/Tezenis Outlet. Hier waren wir teilweise den Tränen nahe, weil wir manche der Sachen bereits zu Hause für den fünf- bis zehnfachen Preis gekauft hatten. Ungefähre Preisspannen bei meinem Besuch: 3€ für Slips, 5-10€ für einen BH.

Ich habe nur bei Intimissimi geschaut, da ich die Qualität der Spitze sehr gerne mag. Das Outlet ist prima nach Größen sortiert und überaus aufgeräumt: keine herumliegende Ware, keine Stapel an Kleidung in den Kabinen, kaum falsch hängende Größen. Wirklich wärmstens zu empfehlen – beim nächsten Mal fahre ich sicher wieder hin.

Großer italienischer Supermarkt

Ein letzter Tipp: Ein großer italienischer Supermarkt ist ein Muss, viele italienische Produkte bekommt man viel günstiger als zu Hause. Ich habe 5 Kilo Barilla Pasta mitgenommen – für sagenhafte fünf Euro. Ansonsten kann man sich gut mit Weinen aus der Region, Olivenöl, Schinken und Käse eindecken. Außerdem habe ich persönliche Lieblingsprodukte, wie manche Knabbereien die es bei uns nicht überall bzw. nicht günstig zu finden gibt und natürlich Pan di Stelle – meine absoluten Lieblingskekse.

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