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Bye Bye, Balkon! – Eine Ode an 3m² Frischluft

„Wie, du ziehst wirklich von einer Wohnung mit Balkon in eine Wohnung ohne Balkon?“

Ja, diese Frage wurde mir in den letzten Wochen definitiv öfter als einmal gestellt. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass man nicht alles haben kann, vor allem nicht in München. Isarnähe, hochwertiger Altbau, gute Verkehrsanbindung (aber bitte ohne Tram vor der Tür), kein Dachgeschoss und ein paar Details zur Größe und Lage und schwupps, hat man plötzlich keinen Balkon mehr.

Fun Fact: Ich kann dafür jetzt innerhalb einer Minute zur U-Bahn laufen.

Daher ist dieser Post eine kleine Ode an meinen Balkon: Ja, ich werde dich vermissen. Aber die frische Luft und ich, wir finden auch ohne Balkon zusammen.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich meinen Balkon in der alten Wohnung nur selten genutzt. Klar frühstückt man ab und zu draußen, aber für eine Grillparty wäre er schon zu klein gewesen. Immerhin war er sage und schreibe 3 m² groß. Da man ihn von der Küche aus betreten konnte, sahen Grillpartys bei mir grundsätzlich so aus: Balkontür und -fenster wurden kurzerhand ausgehängt, der Balkon sozusagen in die Küche hinein vergrößert. Der Grill stand draußen, gegessen wurde drinnen, irgendwie hatten wir schon Platz.

Gegrillt wird ab sofort wieder an der Isar. Mit einem Kohlegrill. Eigentlich auch viel schöner, oder?

Woher kommt eigentlich der Anspruch, bei einer Wohnung unbedingt einen Balkon dabei haben zu müssen? Allein das Wort Balkon kommt mir ein wenig spießig vor. Es klingt so nach 0815-Blumenkästen, ausgeblichenen Sonnenschirmen, kompromissbereiten Klappstühlen und Aussicht auf die mehr oder weniger schicken Wände der Nachbarschaft. Balkon mit Südseite ist zu heiß, Balkone nach Norden stillen nicht das Bedürfnis, sich Sommer für Sommer von kalkweiß auf knusprig braun zu brutzeln.

Wann haben wir angefangen, lieber auf dem Balkon als am See oder Fluss zu sitzen? Wieso wird ein Balkon als komfortabler empfunden, als sich eine Picknickdecke zu schnappen und sich auf einer Grünfläche seiner Wahl in die Wiese zu fläzen?

Irgendwie ist es doch so, dass ein Balkon die Möglichkeit vermittelt, jederzeit direkt in der eigenen Wohnung in Freibadstimmung verfallen zu können. Aber richtig was draus machen ist in vielen Fällen dann doch zu schwierig.

Jetzt wundert ihr euch sicher noch über diese gänzlich Nicht-Grillparty-artigen Fotos, hab ich Recht?

Nun ja. Ein Eingeständnis muss ich mir wohl doch machen. Die geplanten stimmungsvollen Fotos von dem Dogajolo Wein* konnte ich dann leider nicht mehr bei mir zuhause knipsen. Kurzerhand funktionierte ich stattdessen die Terrasse meiner Eltern zum Fotostudio um. Erinnert ihr euch vielleicht an den letzten Sommer? Da hatte ich einen Dogajolo Rotwein getestet, diesmal nehme ich mir den Weißwein aus der Toskana vor.

Dogajolo Toscano Bianco

Der Weißwein stammt vom Carpineto Weingut in Chianciano. Der Italiener setzt sich aus vier Rebsorten zusammen: Chardonnay, Grechetto, Sauvignon Blanc und Traminer. Da ich gerne Sauvignon Blanc trinke und auch ein großer Gewürz-Traminer Fan bin, war ich gespannt auf den Geschmack dieses Cuvées. Als Aperitif mochte ich ihn persönlich nicht so gern, ich empfand ihn tatsächlich als sehr trocken.

Probiert habe ich ihn zu Pasta, an einem Grillabend mit nicht allzu schweren Gerichten und zu Sushi. Hier fand ich den Wein wirklich gut, eher fruchtig und gar nicht so säuerlich wie er mir beim ersten Probieren vorkam.

Trotz fehlender Outdoor-Fotomöglichkeit für Food-Fotos bleibe ich dabei: Ein Balkon unterstützt nur die eigene Faulheit, sich an einen richtigen schönen Ort im Freien zu begeben oder stillt wahlweise zu einem winzigen Bruchteil den Wunsch nach einem eigenen Garten.
Und besonders interessieren mich aus aktuellem Anlass natürlich noch eure Grill-Hotspots in München abseits von Flaucher & Co.!

* Sponsored // Der Wein wurde mir von Carpineto zur Verfügung gestellt.

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