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Marrakesch #3: Jardin Majorelle, Restaurant Le Jardin, Djemaa El Fna bei Nacht

Der dritte Tag stand morgens bei mir erstmal im Zeichen der Entspannung. Natürlich auf der Dachterrasse unseres Riads, der schönen Ruheoase, die ich euch hier schon gezeigt habe.

Um die Mittagszeit herum brachen wir auf, um ein Ziel außerhalb Marrakeschs historischen Stadtmauern anzusteuern: Den Jardin Majorelle.

Jardin Majorelle – botanischer Garten in Marrakesch

Dabei handelt es sich um einen botanischen Garten, der eine interessante Geschichte in sich birgt. Zuerst zahlt man einen recht hohen Eintrittspreis von (aktuell) 70 Dirham. Dabei ist der Eintritt zum Berbermuseum noch nicht inbegriffen. Wir wollten vor allem einige Fotos machen und so war der Garten allein für uns ausreichend.

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Die auffällige, blaue Farbe, in der die Gebäude in der Gartenanlage allesamt gestrichen sind, ist dem französischen Maler Jacques Majorelle zu verdanken. Er lebte dort und begann, einen Garten anzulegen. Die blaue Farbe wird auch Majorelle-Blau genannt und leuchtet wirklich unglaublich intensiv.

Für Botanik-Fans hat der Garten auch einiges zu bieten, es gibt dort um die 300 Pflanzenarten. Es lohnt sich aber, einfach nur hindurchzuschlendern, die Ruhe zu genießen und einige Fotos zu knipsen.

In den Achtzigern wurde der Jardin Majorelle vom Modedesigner Yves Saint Laurent aufgekauft, der dort bis zu seinem Tod mit seinem Lebensgefährten lebte. Er hegte und pflegte den botanischen Garten, und hielt sich zunehmend dort auf, vor allem nach dem Ende seiner Karriere als Designer. Ihm zu Ehren errichtete man im Jardin Majorelle ein (nicht gerade schönes) Denkmal, seine Asche wurde im Rosengarten verstreut.

Am eindrucksvollsten ist vermutlich das große, blaue Haus mit den leuchtend gelben Pflanzenkübeln davor. Ich finde, der Ort ist sehenswert – man kommt mal aus der Medina raus und auch wenn der Eintrittspreis hoch ist, so hoffe ich, dass dadurch der schöne Ort in der Art und Weise erhalten bleibt, wie wir ihn erlebt haben.

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Marrakesch Jardin Majorelle

Restaurant Le Jardin in der Medina

Anschließend knurrten unsere Mägen, weshalb wir ein weiteres Lokal von meiner Liste aufsuchen wollten: Le Jardin ist ein Café/Lokal, das sich im Innenhof bzw. Hinterhof eines hippen Popup-Stores befindet. Dank der vielen Pflanzen und des grünen Bodens fühlten wir uns tatsächlich ein wenig wie in einer anderen Welt. Mittags ist das Le Jardin gut besucht, wir ergatterten einen der wenigen übrigen Plätze. Als wir am späten Nachmittag gingen, wurde es zunehmend leerer.

Marrakesch Restaurant Le Jardin

Marrakesch Restaurant Le Jardin

Marrakesch Restaurant Le Jardin

Marrakesch Restaurant Le Jardin

Marrakesch Restaurant Le Jardin

Mein Highlight (neben den super leckeren Burgern) war übrigens die freilaufende kleine Schildkröte, die ganz offenbar im Le Jardin wohnt. Die Sympathie bestand scheinbar auch auf ihrer Seite, denn sie tappte mir andauernd über die Füße. Ich hatte richtig Angst, aus Versehen auf sie zu treten, und hatte meine Augen öfter unter den Tisch als auf meinen Burger gerichtet.

Leider war sie doch immer irgendwie zu fix wieder davon gewatschelt – naja, das Foto ist jedenfalls unscharf geworden. Das Argument, eine Schildkröte sei zu schnell für mich gewesen, lasst ihr sicher nicht gelten, oder? 😉

Djemaa El Fna: Den Marktplatz von Marrakesch erlebt man am besten bei Sonnenuntergang

Gut gestärkt legten wir erstmal eine Pause ein, bevor es uns am Abend nochmals nach draußen zog: Über den Djemaa el Fna hatte ich ein wenig geschimpft, als wir ihn tagsüber besichtigten. Nichts los, nur ein wenig Touri-Nepp hier und da. Nachts sieht das alles ganz anders aus: Zu den Touristenattraktionen gesellen sich zahlreiche fliegende Händler, Essens-Stände werden aufgebaut, viele Leute tummeln sich auf dem Platz. Sie essen, handeln, feilschen, bleiben hier und dort stehen oder schlendern nur herum.

Das ganze Spektakel lässt sich natürlich am besten von Oben beobachten: Rund um den Platz werben bereits zahlreiche Cafés mit „der tollen Aussicht auf den Djemaa El Fna“ – setzt euch ruhig in eines hinein. Mehr als einen Minztee braucht man meiner Meinung nach nicht konsumieren, aber das genügt um sich in Ruhe ein Bild von dem Trubel ein paar Etagen weiter unten zu machen. Vor allem im Sonnenuntergang ist der Ort spektakulär.

Marrakesch Djemaa el fna

Marrakesch Djemaa el fna

Marrakesch Djemaa el fna

Marrakesch Djemaa el fna

Weitere Marrakesch-Posts findet ihr hier. Der nächste Teil folgt bald!

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