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Istanbul #1: Blaue Moschee, Beltas Café und untouristische Plätze

Istanbul Galatabrücke Bosporus

Istanbul. Für mich lange Zeit ein Mysterium, das ich lüften wollte. Bunt, laut, und exotisch stellte ich mir die Metropole am Bosporus vor. Die Blaue Moschee, die Tatsache, dass diese Stadt zwei Kontinente verbindet und eine spannende Geschichte (früher war Istanbul Konstantinopel – wusstet ihr das?) waren nur ein paar Argumente, dorthin zu reisen.

Über die Osterfeiertage schafften Phil und ich es dann endlich in die türkische Großstadt.

Vor der Abreise hatten mich viele gefragt: Willst du da aktuell wirklich hinfahren? Die Antwort war klar: Natürlich! Wir hatten zwar beschlossen, dass wir, falls sich in der Woche vor unserem Abflug die terroristischen Geschehnisse häufen würden, nicht reisen würden. Aber dies war nicht der Fall, und man darf sich obendrein nicht wahnsinnig machen lassen. Wenn man so will, kann es einen momentan sowieso überall erwischen.

Anreise nach Istanbul

Welche Zeit findet ihr am besten, um in einer neuen, unbekannten Stadt anzureisen? Ich persönlich finde es besonders spannend, wenn man spät Abends ankommt. Im Dunkeln kann man vieles nur erahnen, was man am nächsten Morgen erkunden möchte. Außerdem bin ich nach einem längeren Flug meist total hinüber und freue mich auf mein Bett – blöd nur, wenn man Mittags ankommt, etwas von der Stadt sehen möchte und sich dann bis zum Abend noch mehr schlecht als recht auf den Beinen halten muss.

Blaue Moschee und Hagia Sophia

Als wir uns Samstag früh also frisch ausgeschlafen auf zum Frühstück machten, checkten wir erstmal die Wetterlage. Und zwar auf der Dachterrasse des Hotels.

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Hey, sollte es heute nicht den ganzen Tag regnen? Draußen zeigte sich aber zwischen den Wolken sogar vereinzelt blauer Himmel, sodass wir nicht lange trödelten und direkt zu Fuß aufbrachen.

Unser Hotel („Best Western Plus: The President Hotel“) liegt etwa drei Minuten zu Fuß von der Tram-Haltestelle „Beyazit“ entfernt. Unser erstes Ziel waren die Blaue Moschee bzw. die Hagia Sophia. Die beiden Gebäude liegen quasi direkt nebeneinander. Wir entschieden uns, die 1,2 km dorthin zu laufen, und brauchten mit Foto-Stopps ca. 20 Minuten für den Weg.

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Für Moscheen allgemein gilt, dass man sich nicht zu freizügig anziehen sollte – lieber lockere Kleidung. Da es aber sowieso nur knapp 10 Grad hatte, war Freizügigkeit ohnehin eher fehl am Platz. In Jeans und Parka eingemummelt hatte ich jedenfalls keine Probleme. Nimmt man sich einen Schal mit, den man sich kurz über das Haar werfen kann, braucht man sich auch keines der kostenlosen blauen Tücher ausleihen, die vor dem Eingang ausgegeben werden.

Anstehen mussten wir nicht, auch drinnen war um die Mittagszeit kein übermäßiger Andrang. Hier hätte ich wohl stundenlang Fotos machen können. Die Verzierungen an Wänden und Decke sehen wirklich wunderschön aus. Eigentlich trägt die Moschee den Namen Sultan-Ahmed-Moschee, aber wegen ihrer blauen Fließen ist sie auch unter dem Spitznamen „Blaue Moschee“ bekannt.

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Tulpen über Tulpen, Baklava und Gülhane Park

Nun knurrte uns allmählich der Magen, aber ein Mittagessen erschien uns noch ein wenig früh. Bei einem der zahlreichen Baklava-übersäten Schaufenster konnten wir dann nicht mehr widerstehen. Auch wenn es wohl das touristischste ist, was man tun kann, gönnten wir uns einen klebrigen Snack.

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Lecker war’s allemal! 🙂

Bevor wir uns eine Istanbul Card (gibt es an Automaten an den Tram-Stationen) besorgten und in die Tram hüpften, drehten wir noch eine Runde durch den Gülhane Park. Dieser liegt, wie mir die Wikipedia gerade erzählt hat, innerhalb der äußeren Mauern des Topkapı-Palastes.

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Ich muss aber gestehen, dass mich die Vielzahl an Tulpen deutlich mehr interessierte, als die Geschichte über diesen Ort. Das muss ich wohl noch nachholen, shame on me.

Istanbul: Kumpir im Beltas Café direkt am Bosporus

Mit der Tram fuhren wir schließlich vom Park aus vorbei an Eminönü. Dort befindet sich der Bahnhof Sirkeci, früher Endstation des Orient-Express. Heute erinnert nur noch ein Café an diese Zeiten. Am nächsten Tag haben wir uns diesen Ort mal genauer angeschaut, daher seid an dieser Stelle schonmal gespannt auf den nächsten Post.

Für uns ging es erstmal über die Galata-Brücke. Wir stiegen bei Kabataş aus und machten uns auf den Weg zu Fuß zur Bosporus-Brücke. Ja, das ist ein ganzes Stück – knapp 4 Kilometer und ca. 1 Stunde Fußmarsch standen uns bevor.

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An dieser Stelle möchte ich mich tausendmal bei der lieben Charlotte von Come as Carrot bedanken. Ich fragte sie kurz nach ein paar Istanbul-Insidertipps, weil sie die Stadt gut kennt. Schwupps, hatte ich eine ellenlange Email im Posteingang, die ich dann auf dem Hinflug durchgeschmökert habe.

Unter anderem hat sie mir das Beltas Café empfohlen. Viele junge Leute trifft man hier, sitzt direkt am Bosporus und – was bei den Temperaturen super war – kann es sich unter den Heizstäben an der Decke bequem machen, sodass man auch im Winter draußen sitzen kann und nicht friert.

Dazu gab es Kumpir, das ist eine gefüllte Ofenkartoffel. Das ganze könnt ihr euch vorstellen wie bei Subway: Statt einem Sandwich gibt es eine XXL-Kartoffel gefüllt mit allem möglichen, von der Olive bis zu Couscous war alles dabei. Reicht auch gut für zwei.

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Ich kann das Café nur weiterempfehlen, es liegt im Stadtteil Ortaköy direkt hinter der Ortaköy-Moschee am Wasser. Mit Blick auf die große Bosporus-Brücke kann man dann in der Sonne sitzen und seine Kartoffel verspeisen.

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Karaköy – bunte Steintreppe

Irgendwann war es Zeit für den Rückweg und da wir keine Lust hatten, uns mit dem Busfahrplan auseinander zu setzen (und im abendlichen Berufsverkehr wäre der Bus sowieso kein Stück schneller gewesen), liefen wir zu Fuß zurück zu Kabataş. Ja, wir sind so schmerzbefreit. 😉

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Schließlich entdeckten wir mehr oder weniger zufällig noch einen Geheimtipp von Charlotte: Die bunte Steintreppe, die irgendwo in Karaköy direkt an der Tramlinie ist. Einfach aus dem Fenster gucken, man kann sie eigentlich nicht verfehlen. Teilen musste ich sie allerdings mit einer süßen schwarzen Katze.

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Sonnenuntergang an der Galatabrücke

Ja, ich mag auch keine plattgewalzten Sprichwörter. Aber wie sagt man – das Beste kommt zum Schluss. Was könnte den Tag besser beenden als dieser wunderschöne Sonnenuntergang auf der Galata-Brücke? Mit Blick auf die Süleymaniye-Moschee, die etwas höher über der Stadt liegt und die wir auch von unserem Hotel aus sehen konnten.

Ich beende hiermit den ersten Teil meiner Reise nach Istanbul mit ein paar stimmungsvollen Fotos und hoffe, dass ihr euch mit mir zusammen auf den zweiten Teil freut. Danke für’s Lesen! ♥

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Istanbul Blaue Moschee Süleymaniye Moschee Galatabrücke

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One comment on “Istanbul #1: Blaue Moschee, Beltas Café und untouristische Plätze

  1. Charlotte says:

    Ich bin gerade überwältigt! Eure Bilder sind der Waaaahnsinn. Ich hatte oft so schwierige Lichtbedingungen, aber was ihr da aus der Kamera gekitzelt habt ist wunderschön :))

    Übrigens finde ich es mega cool, dass im Gülhane Park schon die Tulpen waren! Und shame on me… Bis heute hatte ich keine Ahnung über die Lage von Sirkeci… Da muss ich irgendwie Tomaten auf den Augen haben 😀 Aber es gibt ja auch unheimlich viel in Istanbul zu entdecken. Irgendwie super interessant eure Bilder jetzt einige Monate nach meinem Aufenhalt zu sehen! Einiges hat sich verändert, anderes ist gleich geblieben :)) In Ortaköy wäre ich jetzt auch gerne und bin damals mit dem Bus auch nicht durchgekommen!

    Ich freue mich auf die weiteren Beiträge <3
    Liebst, Charlotte von Come as Carrot