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Bloggerprojekt: Nachhaltigkeit – Bewusster Shoppen

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#BloggerFürNachhaltigkeit

Schon seit einiger Zeit schwirrt mir dieses Thema immer und immer wieder im Kopf herum und ich fragte mich, wie man das Thema Nachhaltigkeit denn auf dem Blog am besten verpacken könnte. Aber anstatt das weiterhin aufzuschieben, dachte ich, auf geht’s! Und habe mir noch ein paar Mitstreiter ins Boot geholt.

Gedanken zur Nachhaltigkeit

Warum das Ganze? Erstens ist es eine persönliche Entwicklung, die ich durchlebt habe – vor Jahren habe ich schon beschlossen, mir keine Billigtaschen mehr zu kaufen und siehe da, seitdem sind tatsächlich nicht viele neue Exemplare zu Hause eingezogen. Das hat mir gezeigt, dass man mit weniger Teilen, die dafür hochwertiger sind, viel glücklicher wird, als mit vielen minderwertigen. Das Gleiche möchte ich auch für mich selbst in Sachen Kleidung noch weiter vorantreiben.

Ich habe lange mit mir gehadert. Soll ich das wirklich machen? Kann ich das? Aber gerade durch meinen Umzug Ende letzten Jahres habe ich gemerkt, wie unzufrieden ich mit meinem Kleiderschrank bin. Nicht mit dem Möbelstück an sich, logischerweise. Und ich bin auch nicht so eine die sagt, sie hätte nichts zum Anziehen. Das würde auch gar nicht stimmen. Mein Problem ist eher: Es ist viel zu viel.

Außerdem wünsche ich mir einen tollen, übersichtlichen Kleiderschrank mit lange haltbaren Basics, einigen Trendteilen und vielen Dingen die untereinander kombinierbar sind. Zum größten Teil zeitlos, aber ein bisschen Spaß an der Sache darf natürlich auf keinen Fall fehlen.

Als Bloggerin sehe ich mich da auch ein klein wenig in der Vorbildfunktion. Vor allem macht es mir Sorgen, dass meine Primark-Posts so viel geklickt werden. Ich habe dort Disclaimer eingefügt, dass ich dort mittlerweile nicht mehr einkaufen würde (auch wenn ich das ohnehin nie exzessiv getan habe – und auch nicht unter dem schnelllebigen Fast-Fashion-Gedanken. Einen Trenchcoat von 2010 habe ich beispielsweise immer noch!).

Daher habe ich ein paar meiner Bloggerkolleginnen und -kollegen angeschrieben und auf sehr positive Rückmeldung gestoßen. Wir haben uns ein wenig ausgetauscht, aber nicht auf haarklein definierte Vorgaben festgelegt. Denn jedem sind individuell unterschiedliche Aspekte wichtig. Auf jeden Fall wollen wir das Thema immer wieder aufgreifen und euch – bzw. auch uns – daran erinnern, was Nachhaltigkeit bedeutet. Keiner von uns braucht fünf neue T-Shirts im Monat. Und das Argument „Ja aber nachhaltige Kleidung ist hässlich und außerdem kann sie sich eh keiner leisten“ soll aus dem Weg geräumt werden – vor allem mir ist dieser Punkt wichtig, da ich das auf vielen Blogs und auch im Freundeskreis schon öfter gehört habe.

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Umsetzung des Projekts auf Fashionvictress

Auf meinem Blog werde ich das Projekt folgendermaßen umsetzen:

  • Offiziell los geht’s ab April 2015.
  • Noch mehr darauf achten, was und wieviel und vor allem wo ich einkaufe. Ich habe mir vorgenommen, euch alle (!) neuen Dinge am Ende eines Monats zu zeigen und mich eurer Kritik zu stellen. Ehrlicherweise möchte ich auch alle Teile aus Kooperationen mit auflisten, auch wenn ich diese zur Verfügung gestellt bekommen und nicht selbst gekauft habe. Das gehört für mich auch irgendwie zum Konsum dazu.
  • Wie bisher auch auf meinem Blog werde ich euch Kleidungsstücke und Accessoires vorstellen, die ich für qualitativ hochwertig erachte. Hier werde ich aber künftig auch spezielles Augenmerk auf das Produktionsland legen und natürlich mitdazuschreiben, damit ihr auch informiert seid.
  • Bei bestimmten Läden möchte ich persönlich nicht mehr einkaufen. Natürlich könnte man hier jetzt unzählige Geschäfte aufzählen die man bezüglich ihrer Produktionsbedingungen meiden könnte, aber mich bringen zum Beispiel H&M und Zara in Versuchung, daher schließe ich diese explizit als möglicher Shopping-Ort aus.
  • Ich hatte zuerst überlegt, mich auf eine bestimmte Anzahl an Teilen pro Monat zu limitieren. Ich glaube aber, dass ich eher die „so wenig wie möglich“-Schiene fahren möchte. Sonst würde mich das vielleicht dazu verleiten, doch noch etwas zu shoppen, nur weil man die Maximalgrenze noch nicht ausgereizt hat…
  • Mehr DIY! Wie oben bereits gesagt, habe ich 2010 einen Trenchcoat bei Primark gekauft. Mittlerweile hat sich ein Knopf verabschiedet und die Ärmelnaht hat sich aufgelöst – dies habe ich zum Anlass genommen, ein paar neue Knöpfe zu spendieren und die Naht zu flicken. Et voilà! Ich flicke auch sämtliche Sockenpaare, die ein Löchlein haben und würde nie, nie, niemals ein Kleidungsstück wegen einer kleinen Macke wegwerfen.
  • Persönlich möchte ich mir kein zeitliches Limit setzen. Da man aber Projekte zeitlich beschränken und ein festes Ziel fixieren sollte, möchte ich erreichen, dass sich bis zum Ende des Jahres eine neue Kategorie auf dem Blog etablieren wird. Bis dahin sind hoffentlich viele Posts dazu online gegangen!
  • Bei meinen Outfit-Posts habe ich vor kurzem angefangen, alte Posts zu verlinken, in denen ich Teil X oder Y schon getragen habe. So könnt ihr sehen, wie vielseitig man ein und dasselbe Kleidungsstück kombinieren kann.
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Repariert & Verschönert: Mein Trenchcoat von 2010

Wie gesagt sind jedem von den teilnehmenden Bloggern unterschiedliche Dinge wichtig, sodass jeder das Projekt auch ein wenig anders umsetzen möchte. Vicky zum Beispiel möchte mehr Wert auf Vintage Kleidung legen. Dani macht das Ganze meiner Meinung nach ohnehin schon sehr löblich. Und Laura möchte einige DIY-Projekte umsetzen. Für mich heißt Nachhaltigkeit: Weniger und bewusst einkaufen, Kleidung nicht einfach wegwerfen sondern lieber spenden oder verkaufen und stark auf Qualität und Produktion zu achten.

In der Sidebar findet ihr ab sofort das Logo (mit dem Blatt) für das Projekt und auch unter dem Tag „Nachhaltigkeit“ könnt ihr alle Posts finden, die ich zu diesem Thema veröffentlichen werde.

Das wichtigste ist aber: Wenn ihr auch Blogger seid, hinter so einem Projekt steht und mitmachen wollt, dann schreibt mir einfach. Je mehr Teilnehmer, desto besser!

EDIT:
Da mir nach Veröffentlichung des Beitrags mehrere Leser eine Mail geschrieben oder mich auf Facebook kontaktiert haben, möchte ich doch noch mal darauf eingehen. Erstmal: Danke! Und natürlich habt ihr alle Recht. Daher gibt’s hier nochmal einen Nachtrag. Zum Thema Nachhaltigkeit dürft ihr mich bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht sagen „Hey, ich kaufe nicht mehr bei H&M und schwupps, shoppe ich plötzlich total nachhaltig!“ So einfach ist das dann doch nicht. Da gehört mehr dazu – wie auch einige von euch geschrieben haben. Ich finde es übrigens schade, dass das nicht in den Kommentaren passiert – aber sei’s drum. 😉

Hier nochmal gesammelt eine Antwort an alle, die sich vielleicht ähnliche Gedanken gemacht haben wie die, die mich kontaktiert hatten: Ja, der Begriff Nachhaltigkeit ist schwammig gewählt. Und ja, der Begriff wird tatsächlich inflationär gebraucht. Es kam mehrfach der Wunsch nach einer Definition auf – also gut: Dazu zählen für mich Faktoren wie Produktionsbedingungen, Arbeitsbedingungen, verwendete Chemikalien, die Rohstoffe (also z.B. Bio-Baumwolle), keine Tierquälerei (ich habe einige Ledertaschen und -schuhe, aber möchte gern künftig anderweitige Produkte kaufen). Für mich zählt auch dazu, dass man sich von der Wegwerfgesellschaft weg bewegt und Kleidung spendet, flickt oder umändert. Mir ist auch bewusst, dass große Labels und Designer auch nicht nachhaltig sind – d.h. viel Geld ausgeben heißt nicht gleich hochwertig und nachhaltig.

Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr solch kritisch durchdachte Kommentare von euch erhalte – egal in welcher Form. Das zeigt mir, dass euch das Thema wichtig ist! Ich bin sehr gespannt auf zukünftige Diskussionen!

EDIT 2: Es freut mich, schon das erste neue Mitglied verkünden zu dürfen: Die liebe Anna hatte bereits ähnliche Gedanken und hat mir gleich gemailt. Ich bin gespannt, wie sie das Projekt umsetzt.

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13 comments on “Bloggerprojekt: Nachhaltigkeit – Bewusster Shoppen

  1. Li says:

    Hi :-),
    Ich finde es super, dass du noch einiges ergänzt hast. Und was mir gefällt, ist deine persönliche Definition von Nachhaltigkeit. Mich würden auch die Definitionen von anderen Mitstreitern zu diesem Thema interessieren. Schön finde ich, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich für dieses wichtige Thema interessieren. Ich persönlich definiere für mich Nachhaltigkeit über das Drei-Säulen-Modell (bestehend aus Ökonomie, Ökologie und sozialen Strukturen). Ich sehe die Umwelt als Lebensgrundlage (Fundament für das Leben auf dem Planeten Erde), die soziale Ebene = Menschen, deren Aufgabe es ist, einen schonenden Umgang mit den natürlichen und leider knapper werdenden Ressourcen zu gewährleisten und ganz zuletzt die wirtschaftliche Ebene ( die Schaffung eines Mehrwerts). In der Realität ist das leider umgekehrt geregelt. Ich selbst bin auch nicht nachhaltig, aber ich versuche es so gut wie ich nur kann täglich in mein Leben zu integrieren. Bin wirklich gespannt auf nachhaltige Kleidung!
    Viele Grüße
    Li

  2. Mirjam says:

    Das klingt toll – schön, dass sich mal jemand damit auseinandersetzt. Ich bin gespannt, welche Posts du zu diesem Thema veröffentlichen wirst.

    VG Mirjam

  3. Anna says:

    Ich bin so froh, über Instagram auf deine Aktion aufmerksam geworden zu sein!
    Mein Blog hat sich auch gerade innerhalb der letzten 2 Wochen inhaltlich etwas verändert und auch ich habe beschlossen, mich bewusst mit dem Thema „Konsum“ udn „Nachhaltigkeit“ auseinanderzusetzen. Daher wirst du gleich eine Mail von mir erhalten und ich würdem ich unheimlich freuen, wenn ich auch an deiner Aktion teilnehmen darf und wir uns dann immer gegenseitig verlinken! 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Anna

  4. ein sehr guter post. der wirklich zum nachdenken verleitet. ich bin auf den nächsten post gespannt. lg

  5. Sabrina says:

    Ich shoppe seit ein paar Monaten auch anders zwar nicht Nachhaltig gemäss deiner Definition sondern wohl eher nach dem Motto „weniger ist mehr“. Ich achte nicht darauf woher die Teile kommen aber darauf ob sie qualitativ sind, ob sie so sind, dass sie länger als 3 mal waschen überleben werden.
    Klamotten weggeschmissen habe ich noch nie. Ich fahre immer etwa 3-4Mal pro Jahr an Flohmärkte um Kleider zu verkaufen und den Rest spende ich. Mein Ziel ist es aber durch weniger Einkaufen ab nächstem Jahr auch weniger an Flohmärkte fahren zu müssen, ganz einfach weil nicht mehr soviel anfällt das weg muss.
    Posts darüber was in einem Monat neu dazu gekommen ist, habe ich mir auch vorgenommen zu posten. Auch für mich selbst als Kontrolle 🙂

  6. Anni says:

    Es freut mich, dass es langsam zu einer richtigen Bewegung in der Bloggerwelt kommt. 🙂 Wir versuchen auf unserem blog auch so „Nachhaltig“ wie möglich zu sein! Schaut vorbei – wir freuen uns auf euch! 🙂

    Außerdem gibts im Moment eines von drei tollen Schmuckstücken von einem kleinen Berliner Label zu gewinnen!

    http://www.fashionfika.com/gewinnt-3x-schmuck-von-frauenkokon/

  7. Larissa says:

    Hey,
    dieser Post gefällt mir auch sehr gut – ich habe auch 2015 für mich entschieden, dass ich mein Shopping Verhalten ändern muss/möchte. Ich habe dann, genau wie du, regelmäßig meine Einkäufe abfotografiert und alle zwei Monate einen Post dazu gemacht, den ich auch kritiisch analysiert habe. Außerdem habe ich mich bewusst dazu entschieden nur noch von fairen bio Marken (zB Hess Natur) zu kaufen oder eben Second Hand (was ich eigentlich immernoch am nachhaltigisten finde).
    Viele liebe Grüße!
    Larissa
    cenestquedelachance.blogspot.de