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Zypern #5: Tochni, Salzwüste & Countryside

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Ich habe ja schon selbst nicht mehr dran geglaubt, aber hier ist er, tatsächlich noch vor Weihnachten: Mein letzter Post über meinen Zypern Roadtrip im September. Ich sag’s euch, ich hüpfe stundenlang vor Freude im Viereck wenn meine Wohnung endlich fertig eingerichtet ist, meine Seminararbeit abgegeben und meine Prüfungen geschrieben sind. Da es draußen (zumindest hier in München) ohnehin noch recht wenig weihnachtlich zugeht und wir uns über milde 10 Grad freuen können (hey, noch kein einziges Mal Eiskratzen morgens!), ist es glaube ich nicht ganz so unverschämt, jetzt noch mit Sommerfotos daherzukommen.

An dieser Stelle möchte ich gern mal ein paar persönliche Dinge über’s Verreisen und Urlaub machen erzählen.
Wie ihr ja auf dem Blog seht, bin ich sehr oft in schicken Hotels unterwegs, in die ich auch zum Teil eingeladen werde. Keine Frage, das ist grandios – wer lässt es sich nicht mal gern ein paar Tage rundum gut gehen und sich verwöhnen? Aber ich bin absolut niemand, der eine oder gar mehrere Wochen ausschließlich innerhalb eines Hotels verbringen könnte, ohne sich etwas von der Umgebung anzusehen.

Außerdem mag ich genauso gern auch die total individuelle Art des Reisens. Am besten ist man mit einem Mietwagen oder sonst wie auf eigene Achse unterwegs, findet auf dem Weg von einem Ziel zum anderen tolle Sehenswürdigkeiten, die man so niemals entdeckt hätte oder die vielleicht nichtmal in einem Reiseführer stehen. Da steigt in mir dann so eine gewisse Abenteuerlust auf (ein Rucksackurlaub steht definitiv noch auf der Bucketlist). Gut, diesmal waren wir mit dem Auto ja auch recht komfortabel unterwegs – ich weiß nicht, ob das so wirklich zu „Abenteuer“ zählt? Aber entscheidet selbst! 🙂

Während Phil damit beschäftigt war, unseren Mietwagen unfallfrei durch den zypriotischen Linksverkehr zu manövrieren, habe ich die Navigation übernommen (kostenlose App suchen, Kartenmaterial besorgen, offline benutzen, Spaß haben). Auf dem Weg zurück zu unserer letzten von drei Unterkünften, diesmal in Tochni, entdeckte ich in der Ferne irgendwo in Richtung Küste größere weiße Nebelschwaden. Nach Rauch sah das aber nicht aus. Also warf ich einen Blick auf’s Handy und zoomte an die Stelle, von der ich glaubte, den weißen Staub entdeckt zu haben. Und siehe da – da war tatsächlich etwas! Auf der Karte war nämlich ein See eingezeichnet. Ich hoffte ja schon, Glück zu haben, einen richtigen ausgetrockneten Salzsee entdeckt zu haben – aber sicher konnte ich mir mehrere Kilometer entfernt natürlich nicht sein.

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Kurzerhand wurde also die Route umgeplant und wir fuhren durch Limassol (Lemesos) zum Salzsee. Dieser liegt auf der Halbinsel Akrotiri, die zur Hälfte den Briten gehört – die Zufahrt zum See ist aber möglich und kein Problem. Mit dem Wagen kamen wir allerdings nicht mehr weit, denn die „Straße“ (siehe Foto oben) war einfach ab einem bestimmten Punkt nicht mehr breit genug.

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Das Gebiet um uns herum wurde immer sumpfiger und wir fanden einige Indizien dafür vor, dass hier einmal ein richtiger See gewesen sein muss – Hinweisschilder, Muscheln und Sandförmchen lagen auf dem Weg. Als wir näher kamen, traute ich meinen Augen nicht – ich hatte es tatsächlich aus der Ferne richtig gesehen, vor uns lag eine riesige Salzwüste. Jedoch ist der See nicht komplett vertrocknet, sondern ab einem gewissen Punkt ziemlich sumpfig. Nachdem wir schon Spuren unserer Vorgänger entdeckten, die mit dem Auto wohl recht tief eingesunken sind, war ich froh, dass wir zu Fuß gegangen waren. Und auch da kam man nicht weit – meine Füße versanken nach ein paar Schritten bis zu den Knöcheln im Matsch, sodass wir dann doch den Rückweg antraten. Wie der Autoreifen auf dem Foto wollte ich dann doch nicht enden 😉

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Nun hatte ich ja noch gar nichts von unserer dritten Unterkunft berichtet. Dabei handelte es sich um ein Appartment (ja, wir können auch Selbstversorger! 😉 ) der familiengeführten Eveleos Country Houses in Tochni. Die Besitzer lernten wir kennen und sie waren wirklich sehr zuvorkommende Menschen, die sich einfach um alles gekümmert hatten. Wir wurden sogar von einer Obstschüssel und einem frischen Laib Brot an unserem ersten Abend Willkommen geheißen – wirklich sehr nett! Das Appartement hat den Reiz, direkt auf dem Land in einem idyllischen kleinen Dorf zu wohnen. Man hat dort einfach komplett seine Ruhe. Von den Bewohnern anderen Ferienwohnungen bekam ich so gut wie gar nichts mit. Einmal habe ich noch andere Urlauber am Pool gesehen, aber selbst das war eher selten. Wer also wirklich Entspannung sucht, der ist hier richtig. Mit dem Auto kann man dann bequem alles ansehen, was man sich vorgenommen hat.

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Zum Schluss noch ein paar Impressionen aus Tochni – bei einem Spaziergang kurz vor Sonnenuntergang entdeckten wir einen Schrottplatz, der sich hervorragend für dramatische Fotos eignete. Ich hoffe sehr, euch haben meine Berichte über Zypern gefallen und vielleicht dazu inspiriert, auch einmal dort hinzufahren. Ich jedenfalls kann es wärmstens empfehlen!

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