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Teneriffa #4: El Teide – Ein Tag auf dem höchsten Berg Spaniens

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Der Tag, den wir für den Teide-Besuch eingeplant hatten, begann sonnig mit pooltauglichen 30 Grad – och nee. Dabei wollten wir doch auf den höchsten Berg Spaniens, um von oben auf die Wölkchen herunter zu blicken. Nun gut, kurz den Wetterbericht für Nachmittags gecheckt, uns von fiesen Wolken und Regen auf dem Wetterradar beruhigen lassen und dann ganz entspannt erstmal noch zwei Stündchen den Pool belagert.

Immerhin darf die Entspannung im Urlaub nach unseren Abenteuern im Loro Parque und Masca nicht zu kurz kommen! Um die Mittagszeit zogen dann tatsächlich die vorhergesagten, fiesen Regenwolken auf – für uns ein Zeichen, vom Pool in den Miet-Fiat zu flüchten und wie am Vortag wieder den ersten Gang einzulegen, denn das gute Autolein kam die Serpentinen ja – das wussten wir schon – nicht anders hoch.

Fahrt auf den Teide durch die Wolkendecke

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Durch die dicken, fiesen Regenwolken quälten wir uns dann im Schneckentempo den Berg hoch, aber gut, wir saßen ja im Trockenen. Und wenn ich sage, DURCH die Regenwolken, meine ich das wortwörtlich! Von der bekannten „von-unten-Ansicht“ von ekligen Wolken wartete hinter der übernächsten Serpentine der fließende Übergang zum dichten Nebel und noch ein Stück weiter oben waren wir den diversen Wolkenschichten tatsächlich entflohen und konnten wieder strahlenden Sonnenschein genießen. Hach.

Je höher man fährt, desto spärlicher ist die Umgebung begrünt – sogar die Baumgrenze ist ausgeschildert. Allerdings lautete unser erklärtes Ziel „Ganz nach oben!“, sodass wir uns damit natürlich nicht zufrieden gaben. An der schwarzen Färbung der Steine sieht man ganz eindeutig, dass man sich soeben auf einem Vulkan befindet – ganz schön aufregend! Der Rest der Umgebung sieht ziemlich nach Wüste aus. Ich war echt hin und weg. Landschaftlich einfach total faszinierend. Ich musste mich echt zusammenreißen, nicht dreitrilliarden Fotos zu knipsen. Hättet ihr auch getan, oder?

Wie kommt man denn nun auf die Spitze des Teide?

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Aber auch das reichte uns nicht: Wir wollten höher hinaus. Doch wir merkten schnell, dass man ganz nach oben entweder mit der Seilbahn, oder zu Fuß laufen konnte. Letzteres hätte ich wirklich bevorzugt, aber da es schon spät am Nachmittag war, wollten wir keine dreistündige Wanderung mehr in Kauf nehmen und riskieren, in stockfinsterer Nacht ohne vernünftige Ausrüstung und Beleuchtung im Nirgendwo herumzueiern.

Die Vernunft siegte, wir fuhren zur Seilbahn. Aber die nicht mit uns. Die letzte Bahn hatten wir um sage und schreibe 13 Minuten verpasst. Mist. Stinksauer auf uns selbst, dass wir den Morgen am Pool verplempert hatten, schmiedeten wir schon Pläne, wie wir am nächsten Tag – unserem Abreisetag – nochmal schnell die Seilbahn benutzen könnten (die übrigens horrende 50€ für eine Return Fahrt kostet!!)…

Auf der Suche nach dem steinernen Baum

Aber auf unserer Rückfahrt entdeckten wir doch noch die Stelle, die vor allem Phil interessiert hatte: Der steinerne Baum. Ehrlich, an dieser Stelle wären wir sicher nie vorbei gefahren, wenn wir die Seilbahn noch gekriegt hätten. So sahen wir zwar den Krater nicht, aber den Blick auf den Teide hat man trotzdem ständig.

An dieser Stelle könnte ich noch unendlich viele Romane über verschiedene Felsen und die faszinierende durch den Vulkan geprägte Umgebung schreiben – vor allem die Steine, die zwei Handflächen groß sind und trotzdem problemlos hochgehoben werden können, weil sie aus Lavagestein sind, fand ich witzig. Wir hätten auch noch ein gutes Stück weiter wandern können, aber unsere Mägen und die untergehende Sonne riefen zur Vernunft und die Wolken von oben – eines der Tagesziele – hatten wir noch nicht gesehen.

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Also machten wir uns auf den Rückweg, und hatten erneut Glück im Unglück: Direkt vor den verschlossenen Türen des Restaurants (ehrlich, ihr Teneriffianer, was habt ihr nur für ein Problem mit den Öffnungszeiten von euren Gaststätten?) entdeckten wir eine dicke Wolkenschicht, die im Abendlicht an den Flanken des Bergs entlang waberten.

So langsam schien sich doch noch alles zum Guten zu neigen. Zwar hatten wir die Seilbahn nicht mehr bekommen. Dafür aber den steinernen Baum. Und auch die Wolken von oben waren abgehakt.

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Neues Ziel des Tages: Milchstraße fotografieren

Nun ging’s aber zum Abendessen! Dort kamen wir schon im Halbdunkel an, und schmiedeten noch spontan den Plan, nach dem Essen noch mal die bereits zurückgelegten 12km bergabwärts wieder hoch zu fahren und zu versuchen, einen Blick auf die Milchstraße zu erhaschen. Uhr- und Jahreszeitenmäßig sollten wir dabei von der Sternenkonstellation her sogar Glück haben.

Schließlich musste ja noch die nicht vorhandene Seilbahnfahrt kompensiert werden. Zwar war ich skeptisch – die Milchstraße mit bloßem Auge? Meist ist es dafür ja überall viel zu hell, da große Städte auch nachts zu viel Licht produzieren, als dass man richtig viele Sterne sehen könnte. Aber ein Versuch sollte ja nicht schaden, oder?

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Wir fuhren also Richtung Izaña, dem Sternenbeobachtungsdings auf Teneriffa, und stellten den Wagen in eine Haltebucht mit Aussichtsplattform. Wir machten die Scheinwerfer aus und – waren geplättet. Die Milchstraße. Sichtbar mit bloßem Auge! Alter Schwede, das hat mich echt umgehauen. Ein Zeitraffervideo war allerdings nicht drin, da wir mit klappernden Zähnen in luftigem kurze-Hose-und-Shirt-Outfits bei 14 Grad echt nicht länger als 10 Minuten draußen überleben wollten. Brr. Für ein paar schöne Aufnahmen hats aber definitiv gereicht!

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One comment on “Teneriffa #4: El Teide – Ein Tag auf dem höchsten Berg Spaniens

  1. Wow, was für tolle Bilder!
    Da würde ich auch gerne mal hinreisen, sieht wunderschön aus!
    Schön, dass ihr diesen Anblick trotz Hindernissen genießen konntet… 😉

    Liebe Grüße!
    Elaine Valerie